Über FARE

Fußball ist die meistverbreitete Sportart der Welt und gehört uns allen. Jeder hat das Recht, frei und ohne Angst Fußball zu spielen, zu schauen und über ihn zu reden. FARE - Football Against Racism in Europe (Fußball gegen Rassismus in Europa) - wird durch den Fußball alle Arten von Diskriminierung im Fußball bekämpfen: im Stadion, auf dem Platz, in der Umkleidekabine, auf dem Trainingsplatz, in Büros und Klassenzimmern; durch Fans, Spieler, Manager, Trainer, Funktionäre oder Erzieher.

Im Februar 1999 fand auf Anregung von Fangruppen aus verschiedenen Regionen Europas eine Konferenz in Wien statt, an der auch Fußballverbände und Spielergewerkschaften teilnahmen, um eine gemeinsame Strategie und ein Grundsatzprogramm gegen Rassismus und Fremdendfeindlichkeit zu entwickeln. Hieraus entstanden Football against Racism in Europe (FARE) - ein Netzwerk von Organisationen aus mehreren Ländern Europas - und ein Aktionsplan. Das FARE-Netzwerk hat sich dem Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Fußball in ganz Europa verschrieben und will durch koordinierte Aktionen und gemeinsame Anstrengungen auf lokaler und nationaler Ebene all diejenigen zusammenbringen, die interessiert sind, die Diskriminierung im Fußball zu bekämpfen.

Heute hat das Netzwerk aktive Partner in mehr als 37 Ländern und arbeitet auf allen Ebenen des Fußballs, mit Fans, Spielern, Organisationen von Migranten und ethnischen Minderheiten und mit Verbänden, einschließlich der UEFA und FIFA. Es hat auch Mitglieder innerhalb des aktiven Fußballs, zum Beispiel Profiklubs und Spielergewerkschaften. Durch Unterstützung und Förderung von Basisgruppen und die Bündelung der Stimmen der normalen Fans fungiert FARE als Dachorganisation für diejenigen, die sich in ganz Europa gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen. Das Netzwerk wird von mehreren Partnern in einer zentralen Verwaltungsgruppe koordiniert. Dank des FARE-Netzwerks werden konzertierte Kampagnen für einen Wandel hervorgebracht. Dennoch gibt es nach wie vor Probleme und rassistische Vorfälle, die Ausgrenzung von ethnischen Minderheiten und Migranten sowie die Diskriminierung gehen weiter - auf den Plätzen und anderswo.

FARE logo

Resources

5th Anniversary of the FARE Network
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Action Week Poster 2007
(2.77Mb)
FARE Magazine Bratislava 2005
(0.65Mb)

Die allgemeinen Ziele des FARE-Netzwerks lassen sich so zusammenfassen:

- Das Engagement im Kampf gegen den Rassismus auf allen Ebenen des Profi- und Amateurfußballs in ganz Europa zu fördern – in den Stadien, auf dem Platz, in Verwaltung, Training und Sportunterricht und über die Medien

-  Das Bewusstsein der Fußballgemeinschaft für das integrative Potenzial des Fußballs zu schärfen und Spieler, Vereine, Verbände, Fans, Trainer, Funktionäre, Schiedsrichter, Journalisten und Politiker zu ermutigen, aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen

- Die Vernetzung zu fördern und sich mit einer Reihe von Partnern über die Ländergrenzen hinweg über bewährte Praktiken auszutauschen

- Maßnahmen für Kompetenzaufbau und Stärkung marginalisierter und diskriminierter Gruppen, insbesondere Jugendlicher, Migranten und ethnischer Minderheiten zu ergreifen.

Eine kurze Geschichte von FARE

1996 (Januar) Vier Projekte, darunter Progetto Ultra (Bologna), Football Unites Racism Divides (Sheffield) und Dortmund Fanprojekt, erhalten Fördergelder der Initiative "Städte gegen Rassismus" der EU-Kommission

1997 Als Teil des Europäischen Jahrs gegen den Rassismus werden verschiedene Fußballprojekte von der EU-Kommission gefördert

1999 (Februar) Gründung des FARE-Netzwerks und Verabschiedung des FARE Aktionsplans in Wien

2000 (Juni) Offizieller Start von FARE im Europäischen Parlament in Brüssel vor der EURO 2000

2001 (April) Erste FARE Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung im europäischen Fußball mit 50 Veranstaltungen in neun Ländern

2001 (Juli) Vertreter von FARE sprechen vor der FIFA Konferenz gegen Rassismus in Buenos Aires

2001 (August) Die UEFA vergibt ihren Monaco-Wohltätigkeitsscheck über 1 Mio. Schweizer Franken an FARE; FARE wird Mitglied des UEFA-Portfolios für Fußball und soziale Verantwortung

2002 (Februar) FARE Netzwerk-Konferenz in Sheffield

2002 (September) Start eines von der EU-Kommission mitfinanzierten zweijährigen Antidiskriminierungsprojektes

2002 (Oktober) Die UEFA stellt sich hinter den FARE Zehn-Punkte-Aktionsplan

2002 (November) FARE erhält den Free Your Mind Award bei den MTV Europe Music Awards in Barcelona

2003 (März) Die Konferenz "Vereint gegen Rassismus" mit dem FC Chelsea als Gastgeber wird gemeinsam von der UEFA, FARE und dem Englischen Fußballverband organisiert

2003 (Oktober) Rund 400 Initiativen in 24 Ländern beteiligen sich an der 4. Aktionswoche. FARE erhält den Jean-Kahn-Award vom EUMC.

2004 (Juni) FARE startet ein "Football Unites" Programm bei der UEFA EURO 2004 in Portugal

2005 (April) FARE Netzwerkkonferenz in Bratislava

2005 (November) FARE öffentliche Anhörung vor dem Europaparlament in Brüssel

 

2006 (Januar) FARE Programm in Osteuropa, finanziert durch die Kampagne "Stand up Speak up"

2006 (Januar) FIFA und FARE gründen eine strategische Allianz auf dem Gebiet der Antidiskriminierung

2006 (Februar) Die zweite Konferenz "Vereint gegen Rassismus" wird gemeinsam von UEFA, FARE und dem spanischen Fußballverband organisiert, Gastgeber ist der FC Barcelona

2006 (März) Die Europäische Erklärung über die Bekämpfung des Rassismus im Fußball wird zur formalen Resolution beim Europäischen Parlament in Straßburg

2006 (Juni) FARE Programm bei der FIFA Weltmeisterschaft 2006

2006 (Oktober) Mit mehr als 700 Initiativen in 37 Ländern Europas – einschließlich der Mitwirkung aller 32 Champions-League-Mannschaften – ist die 7. FARE Aktionswoche die bisher größte europäische Antirassismuskampagne im Fußball

2007 (Mai) FARE Netzwerkkonferenz über ethnische Minderheiten und Gleichheit, veranstaltet durch den französischen Fußballverband, LICRA und PSG in Paris

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